Wemeldinge

Am 1. Januar 2009  hatte das Dorf 3091 Einwohner. Die mit Linden bepflanzte Dorfstrasse prägt den Dorfcharakter. In früheren Jahren lebten hier die Menschen vom Fisch- und Austernfang (De Oesterbaai).

Heute haben die Touristen das Dorf für sich entdeckt. Seit 2004 hat Wemeldinge einen großen Yachthafen, eine Anzahl von Ferienhäusern und den Oosterschelde-Campingplatz Linda.

Seit 1992 mussten Boote aus Wemeldinge eine der 3 Schleusen (die kleine,  mittlere und die große) benutzen, denn nur so war es möglich über den Kanal durch Zuid-Beveland in die Oosterschelde zu gelangen. Seit 1973 war die kleine Schleuse nicht mehr in Betrieb. Gegenwärtig wird sie für Vergnügungsfahrten vom Yachthafen auf die Oosterschelde genutzt.

Seit 1992 ist es wieder möglich, direkt durchzufahren. Möglich wurde das durch einen neuen Abzweig vom Kanal der in Betrieb genommen wurde und die Deiche entlang des Kanals wurden auf Deltahöhe erhöht.

Im Dorf steht auf einer Anhöhe eine Kirche mit  aus dem 14. Jahrhundert stammenden Türmen und aus dem 15. Jahrhundert stammen Kirchenschiff und Chor. Östlich der Kirche liegt mit einer Höhe von 12 Metern der höchste Fluchtberg von Zeeland, ein auf der anderen Seite gelegener Fluchtberg mit einer Höhe von 14 Metern ist vollständig verschwunden. In Wemeldinge gibt es zwei Mühlen: De Hoop aus dem Jahr 1866 und Aeolus aus dem Jahr 1869.

Der Name Wemeldinge stammt  wahrscheinlich  aus  dem germanischen Namen  Wimald, eine Abkürzung von Werimbald und der Endung -inge oder aber auch aus dem Namen Winiwald. Wemeldinge bedeutet sinngemäß ein mutiger, kräftiger Bewacher.
Namen, die in Zeeland auf -inge enden, gehören zu den Ältesten der Provinz.

Das Zentrum von Wemeldinge besteht aus einem quadratischen Platz (plein) mit verschiedenen Geschäften. An dem  Platz gibt es zwei Grundschulen, eine kirchliche (Cbs) und eine öffentliche (Obs), eine Bushaltestelle und einige Parkplätze (kostenfrei).

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