Seehunde

Seehunde oder Robben (Pocidae) gehören zur Familie der Meeressäuger und sind Raubtiere (Carnivora). Die meisten Seehunde in den Niederlanden finden Sie im Wattenmeer aber auch in der Oosterschelde. Junge Seehunde nennt man Heuler und bei der Geburt haben sie ein ganz weißes Fell.

Seehunde haben ein kurzes borstiges Fell und keine Unterwolle. Mit ihrer dicken Fettschicht halten sie ihren Körper warm. Ihr Schnauzbart und die Augenbrauen sind sehr stark ausgeprägt. Die meisten von ihnen haben ein geflecktes Fell. Bei einzelnen Arten bestehen Geschlechtsunterschiede, die Männchen sind größer, haben ein anders geflecktes Fell, einen Penisknochen und auch einen kleinen Rüssel (wie bei den Seeelefanten). Die Hinterflossen, mit denen sie schwimmen, sind größer als die Vorderflossen. Seehunde haben keine Ohrmuscheln.

Einige Arten waren in der Vergangenheit durch die Jagd und gegenwärtig durch die Verunreinigung der Meere bedroht. Kranke und verlassenen Tiere werden in der Seehundstation Lenie`t Hart und Ecomare auf Texel/Niederlande aufgenommen. Seehunde finden wir auch am Süd- und Nordpol, dort sind sie als Beute für das Überleben der Eisbären und Orkas lebenswichtig.

Die Tötung der  Seehunde mit Knüppeln ist auf der ganzen Welt, außer in Canada, verboten. In den Niederlanden ist die Jagd bereits seit Jahrzehnten verboten. Davor wurden sie nur im Wattenmeer und in den noch nicht abgeschlossenen Meeresarmen in Zeeland gejagt.

Seehunde haben einen schwachen Atemreflex und unter Wasser ersticken sie eher als das sie ertrinken. Ein Seehund kann unter Wasser schlafen und hält dafür bis zu 20 Minuten den Atem an, das gleiche macht er auch an Land.

Seehunde nehmen Sauerstoff nicht nur über das  Blut sondern auch über den Körper auf, dadurch werden sie während des Schlafens durch die Muskulatur mit Sauerstoff versorgt.

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